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Ausgagangspunkt
für die Schulversammlung war diese Unterschriftenliste.
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Gespräche
in dieser großen Runde erfordern von jedem ...
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ein großes Maß an (Selbst-)Disziplin.
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Dritte
Schulversammlung in diesem Schuljahr.
Zu Schulversammlungen
treffen wir uns immer dann, wenn es etwas zu besprechen gibt,
was nicht nur eine Gruppe betrifft.
Das Team hatte
in diesem Schuljahr bereits zwei Schulversammlungen einberufen.
Dabei haben wir uns mit allen Kindern über die Spieleausgabe,
das Buden Bauen, den Zustand der Toiletten sowie über Regeln
bei Kampfspielen auf dem Schulhof unterhalten.
Schulversammlung
auf Antrag der Kinder
Diese dritte
Versammlung kam zustande auf Initiative der Kinder. Wenn es aus
Kindersicht ein Thema, wie in diesem Falle die Nutzung des "Kindertelefons",
von allgemeinem Interesse gibt, können auch sie eine Schulversammlung
einberufen. Hierzu müssen sie zu ihrem Anliegen mindestens
zehn Unterschriften sammeln (Unterschriftenliste auf dem Foto
links).
Ist das geschehen, versuchen wir im Team, einen möglichst
zeitnahen Termin festzulegen.
In der Regel
dauern die Versammlungen 30 - 45 Minuten, je nach Brisanz des
anliegenden Themas.
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Das
Zuhören war mitunter
schon etwas mühsam.
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Zur Vorgeschichte der heutigen Schulversammlung
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Wichtig
zu wissen ist zunächst einmal, was es mit dem "Kindertelefon"
auf sich hat. Es handelt sich hierbei um ein voll funktionstüchtiges
Telefon im Flurbereich. Da unsere Kinder aus einem größeren
Einzugsbereich kommen, ist seine Bestimmung in erster Linie
darin zu sehen, dass die Kinder ihre nachmittäglichen Verabredungen
mit zu Hause koordinieren können. Das erspart den Eltern
in vielen Fällen unnötige Fahrten zur Schule. Freigeschaltet
wird dieses Telefon normalerweise für den Gebrauch durch
die Kinder nach dem Mittagessen.
Nun kommt
es leider gelegentlich vor, dass das "Kindertelefon"
missbräuchlich für Telefonstreiche benutzt wird. So
war es auch in diesem Falle. Mehrfach erreichten uns Anrufe
der Polizei, dass über den besagten Fernsprecher Notrufnummern
angewählt worden seien. Dies veranlasste uns, das Gerät
vom Netz zu nehmen. Wir waren sehr gespannt darauf, was geschehen
würde.
Natürlich kam es zu ersten Protesten seitens der Kinder.
Wir erklärten daraufhin in den Gruppen, wieso es zu der
Maßnahme gekommen war. Gleichzeitig wiesen wir auch darauf
hin, dass es ein gruppenübergreifendes Thema sei und dass
vorherige gruppeninterne Gespräche zum Thema "Telefonstreiche"
offenbar nichts bewirkt hätten. Bereits am folgenden Tag
präsentierten die Kinder uns ihre Unterschriftenliste.
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Verlauf
der Schulversammlung
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In der Schulversammlung
selbst zeigten auch die meisten Kinder ihr Unverständnis
darüber, dass das "Kindertelefon" für derartige
Streiche missbraucht wird. Eigentlich ist es dabei egal, ob die
Notrufnummern der Polizei und der Feuerwehr angerufen werden oder
Privatpersonen dadurch belästigt werden.
Zudem wiesen Kinder auch darauf hin, dass es schließlich
das Geld aller Eltern koste, wenn Telefongebühren für
irgendwelche Streiche verschwendet werden. Als Maßnahmen,
wie zukünftig etwas Derartiges verhindert werden könne,
kamen viele Vorschläge. Darunter so abenteuerliche wie: Man
solle Überwachungskameras oder Alarmanlagen installieren,
alle Kinder sollten ein Handy bekommen, das Telefon solle ins
Teamzimmer oder ins Büro verlagert werden.... Die meisten
Ideen waren wenig realistisch.
Ergebnis
der Schulversammlung
Die
Versammlung endete nicht mit einem Ergebnis im eigentlichen
Sinne. Letztendlich hängt es von jedem Einzelnen ab, dass
darauf geachtet wird, das Telefon nur seiner Bestimmung entsprechen
zu verwenden. Bevor wir alle in die Pause gingen, nahm Carla
stellvertretend für das Team allen Kindern das Versprechen
ab, in Zukunft Mitverantwortung für das Kindertelefon zu
übernehmen.
Es wurde auch kein Hehl daraus gemacht, dass bei nochmaligen
Verstößen gegen die Nutzungsregeln, das´Telefon
für längere Zeit aus dem Verkehr gezogen werden müsse.
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Vorübergehend
konnten die Kinder in dringenden Fällen das Telefon
im Teamzimmer benutzen.
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