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Yayoi Kusama (Kunstprojekt)

 


 

Yayoi Kusama

Kunstprojekt:
"Netze, Kugeln, Punkte"

Der Kunstverein Braunschweig zeigte vom 28.11.2003 - 8.02.2004 im Rahmen einer Ausstellung das Werk der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Netzartige Strukturen, Kugeln und Punkte prägen das Schaffen der international bekanntesten Künstlerin Japans. Kusama bedeckt nicht nur ihre teils wandfüllenden Ölbilder mit diesen Strukturen, sie verfremdet dadurch auch ganze Räume.
Die interessanten Ansätze in Kusamas Werk veranlassten uns, den Versuch zu wagen, Kinder im Grundschulalter mit zeitgenössischer Kunst in Form einer Ausstellung zu konfrontieren und zu eigenen, neuen Ausdrucksformen anzuregen.

 

Ausstellungsplakat des Braunschweiger Kunstvereins

 

Unsere Kinder in den unendlichen Weiten eines kleinen Raumes.

Es ist gar nicht so einfach, in diesem Raum einen Platz zu finden, an dem man unbeobachtet ist.

 

Rauminstallationen

Besonders fasziniert zeigten sich unsere Kinder von den Rauminstallationen. In dem Raum "Dots Obsession" entsteht durch Spiegelwände die Illusion von Weite in einem eigentlich kleinen Zimmer, in das unsere Kinder gerade mal alle hineinpassen. Sofort entstand bei ihnen die Idee, die kleinen Räume neben den eigentlichen Gruppenräumen in der Schule auf die gleiche Art und Weise zu verfremden. Auch die als Quasi-Möbel fungierenden aufblasbaren Ballons, die ebenso wie der Fußboden mit Punktmustern übersät sind und keinerlei Ecken und Kanten aufweisen, hinterließen einen starken Eindruck.

Spiegelraum Dots Obsessinon
   


Rund ist die Welt

Auch weitere Rauminstallationen verfehlten nicht ihre Wirkung auf die Kinder und vor allem auf deren Fähigkeiten, sich mit Wirklichkeit und ihren Darstellungsformen auseinanderzusetzen. In einem Raum mit runden Sitzkissen am Boden und Punktmustern an Decke und Wänden fühlten sie sich offenbar sofort zu Hause. Ambiente und Dekor erinnerten stark an die Atmosphäre heimischer Kinderzimmer.

Zwei- und dreidimensionale Punkte in einem Raum

Ein Fußboden voller Kugeln.

 

Anregungen

Ein weiterer Raum, dessen Fußboden mit 1500 silbernen Kugeln bedeckt war, wurde von den meisten Kindern weniger als Kunstobjekt wahrgenommen. Vielmehr diente er als Anregung für ihren Spieltrieb. Wenn sie gedurft hätten, wie sie gewollt hätten, wäre ihnen vieles eingefallen, was sie damit hätten tun können.
Einige Exponate ließen unsere Kinder ein wenig ratlos zurück. Sie boten aber vielerlei Anlass darüber nachzudenken und Fragen zu stellen, was die Künstlerin damit wohl zum Ausdruck bringen wollte. Wilde Spekulationen hierzu zeigten wieder einmal die Kraft kindlicher Fantasie, wenn man sie nur zulässt und anregt.
Bereits kurz nach unserer Rückkehr in die Schule entstanden die ersten eigenen Bilder der Kinder, die das Thema Punkte und die eigene Auseinandersetzung mit dem zuvor Gesehenen zum Inhalt hatten.

 

Kunst zum Anfassen.

 

Ratlosigkeit als Antrieb für Spekulationen.

Impressionen vom Besuch der Ausstellung

 

Nach der Führung vor dem Museum - Kunst selbstgemacht.

 

Noch am gleichen Tag entstehen die ersten Punkt-Werke der Kinder.

Weitere Kinderbilder

Die Entstehung unserer eigenen
Kunstausstellung samt Rauminstallation