Montag:
In der Morgenrunde lernen die Jungen die Gefühlsbuttons kennen.
Auf einem Tablett liegen Buttons mit den Aufschriften "traurig",
"glücklich", "wütend" usw.
Wie sonst in ihren Gruppen erzählen die Kinder nun, wie es ihnen
geht. Ab heute aber nehmen sie sich einen entsprechenden Button, den
sie dann im Verlauf des Schultages austauschen können (entsprechend
ihrer Stimmung). Leider sind die Jungs während dieser ersten gemeinsamen
Morgenrunde sehr damit beschäftigt, sich voreinander zu profilieren
und wir kämpfen zunächst gegen eine ziemliche Unruhe an. Dann:
auf zur Bushaltestelle und hin zum Magniviertel.
Am Haus angekommen, nutzen manche Jungs die Gelegenheit, auf den mitgebrachten
Klemmbrettern Einzelheiten zu zeichnen. Mit anderen spielen wir eine
abgewandelte Form von "Ich sehe was, das du nicht siehst
":
Ein Kind verzieht sein Gesicht zu einem Gesichtsausdruck, die anderen
vermuten, welcher Ausschnitt des Hauses hierzu Vorlage ist.
Als wir um das Haus herumgehen, fallen uns die vielen mutwilligen Zerstörungen
am Haus auf: Aus den hervorgehobenen Styroporteilen sind Stücke
herausgebrochen worden.
In der Zeit nach dem Mittagessen werden eine Stimmungs-Meditation sowie
verschiedene Vertrauens-Übungen beim Klettern angeboten. (Wir müssen
ehrlich zugeben, dass den Jungen gesagt wurde, dass sie dann (und nur
dann) klettern dürfen wenn sie zuvor die Meditation mitmachen).
